Bundestagswahl 2021

Altersvorsorge und Aktienrente

Altersvorsorge 
und Aktienrente

Ergebnisse einer repräsentativen bundesweiten Befragung unter 18- bis 70-Jährigen im Juni 2021

Die vorliegende repräsentative Umfrage zeigt eine klare Reformbereitschaft in der Bevölkerung hinsichtlich der gesetzlichen Rentenversicherung – die Aktienrente wird von der Mehrheit der Befragten als geeignetes Instrument dafür gesehen.
Lesen Sie hier die Umfrage als PDF
Webinar zum Konzept der Aktienrente
Eine Aufzeichnung des Webinars kann unter folgendem Link abgerufen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=XvjjkOy5-gU
Länder wie die USA, Schweden und Norwegen verfügen bereits über erfolgreiche kapitalgedeckte Vorsorgemodelle. Insbesondere jüngere Befragte sehen die Vorzüge von Aktien, Fonds und ETFs zur Vermögensbildung und Altersvorsorge.

Die Umfrage zeigt allerdings auch, dass Aktionärsrechte in Deutschland noch unzureichend ausgestaltet sind – dies drückt sich vor allem in einem mangelnden Mitspracherecht von Minderheitsaktionären aus, die auch die niedrige Zahl an Aktionären hierzulande erklären könnte.

Mit dem steigenden Interesse an und möglicherweise zukünftigen Zugang der Gesamtbevölkerung zu den Kapitalmärkten, ist eine Stärkung von Anlegerrechten in Deutschland unabdingbar.

Die Initiative Minderheitsaktionäre sieht diesbezüglich dringenden Handlungsbedarf und wird sich weiterhin für eine Verbesserung von Anlegerrechten einsetzen.

Der Wissenschaftliche Beirat beim BMF hat seine Stellungnahme „Kapitalgedeckte Rente: Ein neuer Anlauf?“ vorgelegt. Die zukunftsfeste Ausgestaltung der Altersvorsorge im Zusammenspiel von gesetzlicher Rente, Betriebsrenten und privater Vorsorge ist ein wichtiges Vorhaben der Regierungskoalition. Damit stellt sich auch die Frage, wie der langfristige Vermögensaufbau breiter Bevölkerungsschichten systematisch vorangebracht werden kann. Der Wissenschaftliche Beirat hat die aktuelle Reformdebatte zum Anlass genommen, verschiedene Möglichkeiten des Aufbaus eines Kapitalstocks für die Altersvorsorge zu beleuchten.

Er kommt in seiner Stellungnahme u.a. zu folgenden Empfehlungen:

  • Der Aufbau einer kapitalgedeckten Altersversorgung kann dazu beitragen, die sozialen Alterssicherungssystem zukunftssicherer zu gestalten.
  • Die freiwillige Riester-Rente sollte in Richtung eines kapitalgedeckten Systems mit verpflichtendem Beitrag reformiert werden.
  • Der Staat könnte ein breit gestreutes Anlageprodukt anbieten, das in seinen Anlagen den Grundsätzen der modernen Portfoliotheorie folgt.
  • Es sollte dabei die Möglichkeit des Opt-out in eine begrenzte Zahl von zertifizierten, ähnlich breit gestreuten Anlageprodukten geben, die transparent ihre Gebühren ausweisen.
  • Es sei zu prüfen, ob das kapitalgedeckte System durch eine mit den Fiskalregeln kompatible öffentliche Schuldenfinanzierung ausgebaut werden sollte.