Unser letzter parlamentarischer Kaminabend fand am 16. Oktober 2024 im Basecamp in der Mittelstraße 51-53 in Berlin Mitte statt.
Diesmal ging es um die neuen Pläne der Bundesregierung zur Altersvorsorge. Nachdem das Rentenpaket II im Gesetzgebungsverfahren ist, wird nun über eine grundlegende Änderung der privaten Altersvorsorge diskutiert.
Finanzminister Christian Lindner hat im September den Gesetzentwurf zum „Altersvorsorgedepot“ vorgestellt. Wir möchten uns im Rahmen unseres Kaminabends mit diesem neuen Vorschlag zur Förderung der privaten Altersvorsorge befassen.
Den Impulsvortrag übernahm der Präsident der ESMT (European School of Management and Technology), Prof. Jörg Rocholl PhD. Er ist auch der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Finanzministeriums. Auf dem Podium begrüßte unsere Moderatorin Sissi Hajtmanek dazu die Bundestagsabgeordnete Anja Schulz (FDP) sowie Cvetelina Todorova vom Fondsverband BVI.

Unser parlamentarischer Kaminabend am 16. Oktober 2024 beschäftigte sich mit dem drängenden Thema der Altersvorsorge. Speziell wurde über die Pläne der Ampelkoalition in Bezug auf das Rentenpaket II und Altersvorsorgedepot diskutiert.

Jörg Rocholl: Die deutsche Sparquote pro Kopf ist in Europa spitze, das Finanzvermögen pro Kopf jedoch nur im Mittelfeld - das heißt, die hohe Sparleistung führt nicht zu einem entsprechenden Vermögensaufbau.

Unter der Headline "Ist das Altersvorsorgedepot die neue Aktienrente?“ folgten die Teilnehmer zunächst einem Impulsvortrag von dem Präsidenten der ESMT (European School of Management and Technology), Prof. Jörg Rocholl.
PhD. Prof. Rocholl ist auch der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministeriums.

Anja Schulz: Eine kürzliche Studie der Postbank ergab, dass 50% der Befragten sich vorstellen können, in die 3. Säule (private Altersvorsorge) zu investieren. Das ist ermutigend. Auch im Bundestag kann man einen zunehmenden Konsens erkennen, dass noch mehr getan werden muss, auch insbesondere Richtung Aktienrente, bzw. auch hin zu individualisierten Konten in der staatlichen Rente.
Jörg Rocholl: Wir bleiben bei der Vermögensbildung hinter unseren Möglichkeiten zurück. Dies ist ein “massives Kapitalallokationsproblem”! Es gibt zu wenig Vertrauen in den Kapitalmarkt, was teilweise auf nicht nachvollziehbaren Argumenten beruht.

Auf dem Podium begrüßte unsere Moderatorin Sissi Hajtmanek neben Prof. Rocholl auch die Bundestagsabgeordnete Anja Schulz von der FDP sowie Cvetelina Todorova, die Leiterin Altersvorsorgepolitik beim Fondsverband BVI.

Das Panel war sich weitgehend einig, dass die geplanten Maßnahmen, auch das Altersvorsorgedepot, sehr wichtig für die Stabilität und Sicherung der künftigen Rente sind. Robert Peres stellte die Ergebnisse der Forsa-Studie zum Thema Aktien und Altersvorsorge vor.